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Grübeleien und Ärger rauben den Schlaf


„Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da!“ – sang 1987 Jürgen von Lippe. Dass sich die Worte des einstmalig ironisch gemeinten Liedes 20 Jahre später bewahrheiten, hätte niemand angenommen. Doch sind diese für viele Menschen heute Alltag.

Es ist bewiesen, dass gestresste Menschen schlechter schlafen. Allerdings sollte sich deswegen niemand zu viele Gedanken machen. Denn ansonsten wird der Stress nur noch vergrößert und man schläft noch schlechter – und zwar jede Nacht.

Mit den Sorgen bis zum Morgen

Abends grübelnd im Bett liegen, nach Stunden endlich den wohlverdienten Schlaf fin-den. In der Nacht plötzlich aufschrecken und erst nach einer Weile wieder wegdämmern. Am frühen Morgen ist man schon wieder wach, Stunden bevor es überhaupt an der Zeit ist aufzustehen. Solche Stressphasen erlebt jeder: Die Arbeit wächst über den Kopf, die Beziehung ist am Grad der Trennung und zudem drücken noch die Geldsorgen. Was auch immer der Grund ist, die Folge ist bei jedem gleich: Schlechter Schlaf.

In der Regel gehen diese Schlecht-Schlaf-Phasen vorüber und teilweise verselbstständigen sich die Schlafprobleme. Dann liegt man nachts wach und grübelt nicht mehr über seine Alltagsprobleme, sondern darüber, warum man nicht besser schlafen kann. Oder besser gesagt, es wird über das Einschlafen selbst gegrübelt. Daraus kann ein Teufelskreis entstehen: Da es nicht möglich ist, zu schlafen, entsteht Ärger oder Verzweiflung. Die Folge ist, man wird unruhig und das behindert die wichtige Nachtruhe erst recht. Aus diesem Grund fühlt man sich dann am nächsten Morgen erschöpft und ist über Tag unkonzentriert.

Über Tag verzweifelt und in der Nacht schlaflos

Um es auf den Punkt zu bringen, es gibt kein Zaubermittel gegen chronische Schlafstörungen. Doch wann leidet man unter einer chronischen Schlafstörung? Fachleute sprechen davon, wenn zwei Kriterien erfüllt sind:

  • Man schläft länger als einen Monat schlecht und das mind. dreimal pro Woche.
  • Tagsüber besteht keine Leistungsfähigkeit und man leidet unter der Schlaflosigkeit.

Wird von einer Schlafstörung gesprochen, dann ist damit nicht gemeint, dass man in der Nacht kein Auge zubekommt. Eventuell liegt man länger als 30 Minuten wach, bevor man einschläft. Möglicherweise wacht man in der Nacht häufiger auf und findet dann nur schwer wieder in den Schlaf. Es kann allerdings auch sein, dass man unruhig schläft oder am nächsten Morgen viel zu früh aufwacht. Vielleicht grübelt man zu viel, wenn man wach liegt und ärgert sich über die Schlaflosigkeit. Dann klopft das Herz, der Körper schwitzt und am nächsten Morgen besteht das Gefühl, als wenn man von einer Dampflok überrollt wurde.

Menschen mit Schlafstörungen sind daher über Tag oftmals müde, sind gereizt und haben Konzentrationsprobleme. Dazu kommt, dass sie viel zu viel über die eigenen Schlafstörungen nachdenken und über Tag schon Angst vor der nächsten Nacht haben.
Was kann gegen Schlafstörungen getan werden?

Eine Mischung aus Entspannungs-Übungen und Verhaltenstraining hilft rund zwei Dritteln der Geplagten. Mit beiden Methoden können Kopf und Körper dabei helfen, die Schlafstörungen zu vergessen. Zugleich wird dafür gesorgt, dass sich neue Angewohnheiten in den Alltag einfügen. Zwar muss jeder dafür ein wenig experimentieren, bis er das richtige Verfahren gefunden hat, aber mit der Zeit findet sich für jeden das passende.

Es hilft sogar vielen Menschen, wenn sie mehr über ihren Schlaf wissen. Oftmals sind falsche Erwartungen der Grund dafür, dass es zu Schlafproblemen kommt, da man sich so selbst unter Druck setzt. Niemand muss unbedingt für acht Stunden im Bett liegen. Niemand muss grübeln und beunruhigt sein, wenn er nachts einmal aufwacht. All das ist normal. Ob man tatsächlich so schlecht schläft, kann ein Schlaftagebuch zeigen. Selbst die modernen Fitnesstracker verfügen bereits über eine Schlafüberwachung. Das kann dann zeigen, ob man tatsächlich so schlecht schläft, wie man selbst annimmt.

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