Pharma-Aktien: Einmal anders in Gesundheit investieren


Im Januar war der Schock groß, als US-Präsident Donald Trump nicht über Twitter stänkerte, sondern der Pharmabranche ordentlich die Leviten las. Trump kritisierte bei seiner ersten Pressekonferenz nach seiner Wahl deren Preispolitik scharf und schürte damit die Angst vor Ertragseinbußen im weltweit größten Gesundheitsmarkt.

Die Reaktion kam prompt, denn noch während Trump sprach, fielen an der Wall Street die Aktienkurse der Arzneihersteller und die europäischen Gesundheitswerte schlossen sich zu dem Zeitpunkt dem Abwärtstrend an. Zum Teil verloren die Aktien der Branchen-Riesen wie Novartis und Roche (Schweiz), Shire (GB) und Merck (Deutschland) mehr als 3 % an Wert. Um 2 % sackte zu diesem Zeitpunkt der europäische Sektorindex.

Die Bayer-Aktien hielten sich verhältnismäßig gut

Den Händlern zufolge ist der Grund, dass sich die Bayer-Aktien zu dem Zeitpunkt vergleichsweise gut hielten (weniger als 1 % Kursminus) daran, dass die Leverkusener und ihr Fusionspartner bei Trump für den 66 Milliarden schweren Zusammenschluss der beiden Konzerne geworben haben. Das Gespräch war zufolge sehr produktiv.

Dabei wurde der überraschende Wahlsieg von Trump um November 2016 noch mit Kursgewinnen im Pharmasektor noch begrüßt. Die Investoren sahen in einer Präsidentin Hillary Clinton ein größeres Risiko, denn diese hätte sich den Kampf gegen den „Wucher“ im Arzneimittelsektor ganz oben auf die Fahne geschrieben.

Wie ist es nun um den Pharmaaktien Markt bestellt?

Die Analysten trauen derzeit den Deutschen und Schweizer Firmen das meiste Potenzial zu. So gibt es immerhin jeweils mehr als 20 Kaufempfehlungen für Bayer und Roche. 17 von 20 Analysten raten zum Aktien-Kauf von Novartis und Merk KGaA. Die Bayer-Aktie erscheint zum Kurs-Buchwert-Verhältnis des Unternehmens mit 1,7 relativ günstig. Ein niedriges KBV gibt einen Hinweis darauf, dass eine Aktie unterbewertet ist, vorausgesetzt, dass dem Unternehmen keine Abschreibungen oder gar die Pleite droht.

Auf ähnlich niedrige Werte wie Bayer kommt ansonsten nur noch Pfizer und das bedeutet, dass andere Pharmariesen nicht zu Schnäppchenpreisen zu haben sind. Beispielsweise wird Glaxosmithskline an der Börse mit dem 6,7-fachen des Buchwertes gehandelt und auch die US-Konzerne Eli Lilly oder Bristol-Meyers Squibb machen mit einem KBV von 5,3 bzw. 3,4 einen eher teuren Eindruck.

Sicherlich sind die Pharmaaktien ein gutes Basisinvestment, aber es muss laut den Experten davon ausgegangen werden, dass einige der Arzneihersteller in den kommenden Monaten unter Druck geraten werden.

Wasseraktien: Als Aktieneinsteiger mit guten Gewissen darauf setzen

Weltweit leiden 1,2 Milliarden Menschen unter einer extremen Wasserknappheit und 900 Millionen Menschen – das ist ein Achte der Weltbevölkerung – fehlt der Zugang zu sauberen Trinkwasser. Täglich sterben fast 4500 Kinder an den Folgen von verschmutzten Wasser und gut 2,4 Milliarden Menschen – das ist ein Drittel der Weltbevölkerung – vermissen saubere Sanitär-Anlagen.

Die Weltbevölkerung wird 2050 voraussichtlich auf über neun Milliarden Menschen ansteigen und nachdem es nicht möglich ist, selbst mit teuren Entsalzungsanlagen die Wasserknappheit nachhaltig zu bremsen, dürften zwei von drei Erdbewohnern dann unter Wassermangel leiden. Bereits 50 % der Welt könnte 2025 bereits davon betroffen sein. Also können Aktieneinsteiger mit gutem Gewissen auf Wasser setzen.

Wasseraktien: Zeit, Lust und mehrere tausende Euro übrig? Dann ist es ratsam langfristig in Wasseraktien zu investieren. Dafür die Kurslisten studieren, in denen die bekanntesten und besten Wasseraktien rund um den Globus notiert sind. Für den schrittweisen Einstieg und Zukauf sollten die Kursschwächen genutzt werden.

ETFs: Wer besonders an niedrigen Gebühren interessiert und bereits zufrieden ist, wenn durch ein breit gestreutes Investment ebenso gut abgeschnitten wird wie der entsprechende Index, dann sollte sich der Trader am besten an den beiden bekannten und empfehlenswerte ETFs orientieren.

Wasser-Aktienfonds: Trader, denen es bei einem etwas höheren Risiko auf hohe Gewinnchancen ankommt, für die sind die Aktienfonds die erste Wahl.

Aber auch hier gilt: Möglichst ein Jahrzehnt und länger, denn nur dann rechnen sich Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühr. Das heißt: Wasseraktien sind ein Langzeitinvestment.

Leave a Reply

Your email address will not be published.