Allergieauslöser – Kot und Gespinste von Motten

Allergieauslöser – Kot und Gespinste von Motten

Es ist nicht nur unhygienisch, wenn Lebensmittel von Motten befallen sind, sondern das stellt zugleich ein Risiko für die Gesundheit dar, da Kot und Gespinste der Schädlinge potenziell Allergie-auslösende Substanzen enthalten. Hinzu kommt, dass eine Verunreinigung von Milben, Bakterien und Schimmelpilzen droht.

Allergien durch Lebensmittelmotten

Die Lebensmittelmotten pflanzen sich sehr schnell fort und können sich zu einer echten Plage entwickeln. Schnell fressen sich die Larven durch die Lebensmittel und deren Verpackungen, wobei sie Kot, Feuchtigkeit und Gespinste hinterlassen, wodurch die Lebensmittel ungenießbar werden. Nach Angaben des Umweltbundesamtes gelten Motten anders als Nagetiere und Schaben nicht als Krankheitsüberträger, aber dennoch können diese Vorratsschädlinge der menschlichen Gesundheit schaden. Werden kontaminierte Lebensmittel verzehrt, dann kann dies nicht nur zu Verdauungsbeschwerden führen, sondern auch zu Hautkrankheiten und ein Einzelfällen sogar zu Allergien. Der Grund dafür sind die Enzyme, die sich in den Ausscheidungen der Larven befinden.

Sollte der feine, pulverartige Kot in die Atemwege gelangen, dann reagieren empfindliche Menschen mit einer verstopften Nase, Fließschnupfen, Niesreiz oder allergischen Bindehautentzündungen. Sofern es zu einem wiederholten Kontakt mit den Allergenen kommt, droht sogar ein Etagenwechsel in die unteren Atemwege, sodass von einem sogenannten „Bäckerasthma“ gesprochen wird.

Hinzu kommt, dass die Larven Feuchtigkeit abgeben. In Verbindung mit organischem Material wie Mehl oder anderen Lebensmitteln plus Wärme (Zimmertemperatur) entsteht so der ideale Nährboden für Schimmelpilze, Bakterien und Milben.

Lebensmittelmotten – wie wird man die Plagegeister wieder los?

Mit Vorliebe leben die etwa ein bis zwei Zentimeter langen Tiere in Verpackungen von Tee, Schokolade, Haferflocken, Nüssen, Trockenobst, Gewürzen, Mehl und sogar Tütensuppen. Die Motten und Larven haben schnell den gesamten Vorratsschrank erobert, wobei sich die Insekten sogar durch Papier und Plastiktüten beißen, um ihre Eier abzulegen. Bis zu 400 Eier kann ein befruchtetes Weibchen in Tüten, Lebensmittel oder Schrankritzen ablegen.

Haben sich Lebensmittelmotten im Schrank eingenistet, dann ist das kein Zeichen von fehlender Hygiene, sondern sie kommen durch das offene Fenster oder werden mit bereits befallenen Lebensmitteln oder Pappkartons in die Küche getragen.

Die Motten sind sehr klein und sind in der Nacht aktiv. Sobald sie ihre Flügel angelegt haben, bilden sie lediglich einen dunklen Strich an der Wand oder im Regal. Zwar besitzen sie Flügel, aber fliegen dennoch nur selten, sondern sie krabbeln oder springen zumeist. Die Insekten sind silbrig-grau bis bräunlich, während die Larven winzig und weiß sind.

Sofern es sich um eine einzelne Motte handelt, ist es noch nicht schlimm. Erkennbar ist der Befall durch fadenartige Gespinste, die aussehen wie dünne Spinnweben und von denen die Lebensmittel zusammenkleben. Ist das der Fall, dann sollte sofort gehandelt werden.

Unwiderstehlich für die Männchen – Pheromonfallen geben Auskunft über den Befall

Besonders wenn es darum geht, herauszufinden, ob in der Küche Lebensmittelmotten vorhanden sind, stellen die Pheromonfallen eine ideale und schnelle Methode dar. Selbst bei einer langfristigen Populationsentwicklung von Motten empfiehlt es sich, diese einzusetzen.

Zu beachten ist, dass das Aufstellen einer solchen Falle, nicht unbedingt ausreicht, um die Schädlinge dauerhaft und nachhaltig zu bekämpfen. Daher ist es sinnvoll, diese in Kombination mit anderen Mitteln einzusetzen und mit den Fallen zu können, inwieweit der Befall zurückgeht.

Die Plagegeister loswerden – so funktioniert es

Es ist kein Kammerjäger notwendig, wenn es um die Bekämpfung von Lebensmittelmotten geht. Doch sollten die Plagegeister mehrfache Bekämpfungen überleben, dann führt kein Weg an einer professionellen Schädlingsbekämpfung vorbei. Folgende Maßnahmen sollten ergriffen werden, wenn die erste Motten oder Larven im Schrank entdeckt werden:

Lebensmittel entsorgen

Es sollte konsequent ausgemistet werden. Die befallenen Lebensmittel müssen sofort in eine Mülltonne außerhalb der Wohnung geworfen werden. Experten raten sogar dazu, befallene Lebensmittel vor dem Entsorgen für einige Tage einzufrieren oder für zwei Stunden im Backofen auf 80 Grad zu erhitzen, um so einem neuen Befall vorzubeugen. Durch diese Vorgehensweise können Larven, Eier und Falter in den Vorräten abgetötet werden – nicht das die Milben wieder aus dem Mülleimer herauskriechen.

Die Schränke ausputzen

Die Schränke sollten im Anschluss ausgesaugt und -gewischt werden, selbst die Griffbeschläge und Schraubenköpfe. Am besten sind dafür Seifenlauge oder Essigwasser geeignet. Alle zwei Wochen sollte diese Reinigung wiederholt werden.

Wärme & Kälte

Schlecht zugängliche Stellen wie die Ritzen in den Schränken können Hitze ausgesetzt werden, bspw. mit einem Föhn. So sterben Eier und kleine Larven ab.

Effektiv – Insekten gegen die Lebensmittelmotten

Wer eine chemiefreie und natürliche Methode vorzieht, um gegen die Plagegeister vorzugehen, der kann Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten Kaufen. Schlupfwespen sind die natürlichen Feinde der Motten und befallen deren Eier, sodass die Brut erst gar nicht heranwachsen kann.

Eine Schlupfwespe hat gar nichts mit der „normalen“ Wespe gemeinsam, sondern hier handelt es sich um Mikroinsekten, die lediglich 0,3 Millimeter groß sind und auch nicht stechen. Für Mensch, Tier, Textilien und Lebensmittel sind sie unbedenklich und haben nur eines im Kopf: Motteneier finden.

Diese kleinen Wespen gelangen tatsächlich in jeden Winkel. Somit sind sie nicht nur extrem gründlich, sondern sie eigenen sich besonders für empfindliche Oberflächen, die nicht unbedingt mit einem Föhn traktiert werden sollen. Wichtig ist es, dass die Karten mit den Schlupfwespen gezielt ausgelegt werden, da deren Laufradius höchstens einen Quadratmeter beträgt.

Noch zweimal wird das Auslegen der Karten wiederholt und nach spätestens neun Wochen ist der Spuk mit den Lebensmittelmotten vorbei. Sind alle Eier zerstört, dann sterben auch die Schlupfwespen oder fliegen nach draußen.

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