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Die Arbeit der Rettungsdienste in Deutschland

Rettungsdienst (Foto: © thomasp24 – Fotolia.com)

Die Arbeit in einem Rettungsdienst stellt sich für viele Menschen als sehr aufregend und stressig dar. Man wird zu schweren Unfällen gerufen, hat die Verantwortung für zahlreiche Menschenleben und wird ab und zu auch zum Lebensretter.

In der Realität sieht die Arbeit in diesem Beruf jedoch weit weniger aufregend aus, als man denkt:

Die Ausbildung

Die Ausbildung zum Rettungsassistenten dauert 2 Jahre und kann nur mit dem vollendeten 18. Lebensjahr begonnen werden. Außerdem ist mindestens ein Hauptschulabschluss erforderlich.

Das erste Jahr ist geprägt von theoretischem Unterricht, in dem man alles über die Anatomie des menschlichen Körpers, mögliche Erkrankungen und ihre Diagnose lernt.

Außerdem zählen zum ersten Ausbildungsjahr auch Praktika in verschiedenen Bereichen einer Klinik, in denen das Grundwissen zur allgemeinen Pflege und der intensiven Pflege erlernt wird.

Das zweite Jahr absolviert der Schüler in einer Lehrrettungswache, wo die praktischen Fähigkeiten vertieft werden.

Der Berufsalltag

Wie anfangs schon erwähnt, ist der Alltag in diesem Beruf weit weniger aufregend, als er sich für viele Menschen darstellt.

Die Rettungsassistenten verbringen viel Zeit damit, den Rettungswagen mit allen nötigen Materialien auszustatten und säubern ihn gründlich nach jedem Einsatz. Das ist von größter Bedeutung, denn nur absolut reine und desinfizierte Rettungswagen dürfen zum Einsatz gebracht werden, damit die Gefahr von Infektionen so gering wie möglich ist.

Die häufigsten Einsätze sind von leichterer Natur. Dazu gehören kleinere Unfälle mit leichten Verletzungen, leichte Schlägereien, Ohnmachtsanfälle, das Behandeln von sogenannten „Alkoholleichen“ oder auch der Schwangerentransport ins Krankenhaus.

Die schweren Fälle sind im Alltag eines Rettungsassistenten eher die Seltenheit. Trotzdem kommen sie vor und in solchen Momenten ist es wichtig, absolute Ruhe zu bewahren. Panik oder Unsicherheit kann in manchen Fällen den schmalen Pfad zwischen Leben und Tod negativ beeinflussen.
Diese Situationen sind es, die einen Menschen zum Helden machen können.

Bevor man die Ausbildung zum Rettungsassistenten absolviert, sollte sich jeder genau überlegen, ob er diesen – wenn auch seltenen – Momenten gewachsen ist, denn nicht jede dieser Situationen endet mit einem Happy End.

Auch die Möglichkeit, dass trotz aller Ruhe und Kompetenz, trotz jeder erdenklichen Hilfe, ein Menschenleben nicht zu retten ist, sollte dem Rettungsassistenten nicht ein Leben lang Schuldgefühle verursachen.

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