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Fehlsichtigkeit und Korrektur durch Augenlasern

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Das wichtigste Sinnesorgan des Menschen kann durch verschiedene Fehlfunktionen, die unter den Begriff der Fehlsichtigkeit fallen, unscharfe oder verfälschte Bilder liefern. Die gestörten Sehfunktionen können angeboren oder erworben sein. Nicht alle Krankheitsbilder der Fehlsichtigkeit sind mittels eines Eingriffs, beispielsweise das Augenlasern, zu beheben. Zu den Fehlsichtigkeiten gehören:

  • Kurzsichtigkeit (Myopie)
  • Weitsichtigkeit (Hyperopie)
  • Stabsichtigkeit (Astigmatismus)
  • Nachtblindheit (Hermeralopie)
  • Farbfehlsichtigkeit (Dyschromatopsie)
  • Farbblindheit (Achromatopsie)
  • latentes Schielen (Heterophorie)
  • Schielen (Strabismus)
  • Schwachsichtigkeit (Amblyopie)
  • Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Wann ist das Augenlasern das Mittel der Wahl?

Die Voraussetzungen für eine operative Korrektur von Fehlsichtigkeiten liegen im Charakter der Störung, der Hornhautdicke und der Brechkraft des Auges begründet. So eignen sich Patienten mit einer Kurzsichtigkeit besser für einen refraktiven Eingriff als Weitsichtige. Von allen Fehlsichtigkeiten können folgende überhaupt mit einer Laseroperation erfolgreich behandelt werden:

  • Kurzsichtigkeit
  • Weitsichtigkeit
  • Stabsichtigkeit
  • Schwachsichtigkeit in besonderen Fällen
  • Alterssichtigkeit, solange keine Eintrübung der Linse vorliegt

Welche Risiken sind mit dem Augenlasern verbunden?

Obwohl diese Art der operativen Korrektur eine überaus hohe Erfolgsquote aufweisen kann, kann es in seltenen Fällen zu unerwünschten Folgen kommen. Die Kurzsichtigkeit kann bis etwa minus 10 Dioptrien, die Weitsichtigkeit bis plus 4 Dioptrien mit dem Laser korrigiert werden. Es kann passieren, dass trotz erfolgreich verlaufener Operation, eine Fehlsichtigkeit verbleibt, die das Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen weiterhin notwendig macht. Allerdings ist in solchen Fällen die Fehlsichtigkeit in der Regel wesentlich geringer als vor dem Eingriff, sodass die Sehhilfen erheblich weniger korrigieren müssen.
Während oder nach der Operation kann es zu folgenden Problemen kommen:

  • das Auge kann allergisch auf das Betäubungsmittel reagieren
  • postoperativ kann eine Hornhautentzündung entstehen
  • es besteht ein erhöhtes Risiko der Netzhautablösung als Spätfolge, was einen erneuten Lasereingriff notwendig machen kann
  • es können postoperative Sehstörungen auftreten, wie erhöhte Blendempfindlichkeit oder Probleme beim Sehen in der Dämmerung
  • die Tränenflüssigkeit kann versiegen, was die lebenslängliche Anwendung von Augentropfen erforderlich machen kann

Alternative Methoden zum Augenlasern

Kaum noch angewendet wird der intracorneale Ring als Implantat. Die halben oder geschlossenen Ringe werden dabei so in das Auge eingebracht, dass sie einen mechanischen Druck zu erzeugen, der die Kurzsichtigkeit korrigiert. Bei der Linsenimplantation wird auf die eigene Linse eine Kunstlinse gesetzt. Dies geschieht nur bei sehr stark fehlsichtigen Patienten, bei denen eine Hornhautkorrektur nicht den gewünschten Erfolg bringen kann. Bei der Behandlung des grauen Stars kann ein Linsenaustausch erforderlich werden. Die eingetrübte körpereigene Linse wird dabei gegen eine Kunstlinse ausgewechselt. Nachtblindheit hat häufig ihre Ursache in einem eklatanten Vitamin A-Mangel. Durch die gezielte Gabe des Vitamins, in höherer Dosis, kann diese Fehlsichtigkeit erfolgreich behandelt werden.

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