Operation 660x330 - Gewissheit haben: Krebsfrüherkennung für Männer

Gewissheit haben: Krebsfrüherkennung für Männer

Zwei Gründe sprechen für, sich für eine Krebsvorsorge-Untersuchung zu entscheiden: Gewissheit haben, dass man gesund ist und aktiv für sorgen, dass dies so bleibt. Doch vor allem die Männer nehmen die Möglichkeit der Früherkennungsuntersuchungen seltener wahr, als die Frauen. Dabei ist es wichtig, dass auch sie sich darüber informieren. Denn eine frühzeitige Erkennung einer Krebserkrankung kann entscheidend dafür sein, wie es um die Heilungschancen bestellt ist. Auf welche Vorsorgeuntersuchungen Männer und Frauen Anspruch haben, das wird im nachfolgenden Artikel erklärt.

Krebs frühzeitig erkennen

Bei vielen Menschen rückt das eigene körperliche Befinden durch den Stress im Job, im Alltag und in der Familie oft in den Hintergrund rücken. Leider sind keine Beschwerden und Schmerzen keine Garantie dafür, dass es nicht bereits zu einer Krebserkrankung gekommen ist. Daher haben Arbeitnehmer und angestellte sowie deren Familienmitglieder, die in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind einen Anspruch auf verschiedene Vorsorgeuntersuchungen. Bei einer Früherkennung einer Krebserkrankung geht es darum, die zu diesem Zeitpunkt bereits bestehenden Veränderungen des Gewebes entdeckt werden. Von diesen gehen jedoch keinerlei Schmerzhaften oder beeinträchtigende Symptome aus. Demzufolge liegt die Hoffnung aus ärztlicher Sicht darin, dass sich Tumore, die örtlich begrenzt und klein sind, besser behandeln lassen, als die, die sich bereits vergrößert und gestreut haben.

Krebsvorsorge bei Männern – urologische Untersuchungen

Bei der urologischen Vorsorgeuntersuchung geht es primär darum, Krebs oder andere Erkrankungen im Frühstadium zu entdecken. Die Ärzte der Klinik für Urologie in Berlin erklären, dass dabei die Organe des Harntrakts untersucht und deren Funktion kontrolliert wird. Durch die Männervorsorge ist es möglich, urologische Erkrankungen wie Prostatakrebs, gutartige Vergrößerungen der Prostata oder eine Entzündung dieser bereits im Frühstadium zu erkennen. Zudem wird auch der PSA-Wert neben diversen Körperlichen und radiologischen Untersuchungen ermittelt. Zumeist ist ein schwankender PSA-Wert das erste Indiz, wenn es in der Prostata zu Veränderungen kommt (egal ob gut- oder bösartig). Männer, die gesundheitsbewusst und proaktiv auf Nummer sichergehen möchten, die kommen an einer Männervorsorge in einer urologischen Klinik nicht vorbei.

Krebserkrankungen in Deutschland: Die Häufigkeit

In Deutschland erkrankten im Jahr 200 nach Schätzungen rund 395.000 Menschen an Krebs. Davon waren 200.000 Männer und 195.000 Frauen. Bei der Schätzung wurde den internationalen Gepflogenheiten gefolgt. Das bedeutet, dass Hautkrebs des malignen Melanoms nicht berücksichtigt wurden. Bei den Männern liegt das mittlere Erkrankungsalter bei 66, während es bei den Frauen bei 67 Jahren liegt. Im Jahr 2001 starben ca. 210.000 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung, während Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache war. Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts wurden 2016 rund 492.000 Krebserkrankungen diagnostiziert. Rund 50 Prozent der bösartigen Tumore betrafen Prostata (58.800), Brustdrüse (68.900), Dickdarm (58.300) und Lunge (57.500). Von Seiten des Robert-Koch-Instituts hieß es, dass erfreulicherweise eine rückläufige Erkrankungsrate für viele Krebsarten vorliege, aber die Gesamtzahl der Krebserkrankungen aufgrund des immer weiter steigenden Alters der Gesellschaft steigt. Für das Jahr 2020 wird eine Zunahme der neudiagnostizierten Krebserkrankungen auf rund 510.000 Erkrankungsfälle prognostiziert. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes starben in diesem Jahr deutschlandweit 14.963 Männer an Prostatakrebs.

Die Krebsfrüherkennung für Männer

Männer mögen es nicht zum Arzt zu gehen und das bringt es auf den Punkt, wovor das Robert-Koch-Institut warnt: Männer sind Vorsorgemuffel. Nur jeder sechste Mann nimmt die Vorsorgeangebote in Anspruch. Nach einer Studie der Techniker Krankenkasse (TKK), heißt es, dass sogar nur jeder vierte Mann über 45 zur kostenlosen jährlichen Untersuchung geht – obwohl Prostatakrebs einer der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern ist und 2018 die zweithäufigste Krebstodesursache darstellte. Das kostenlose Früherkennungsprogramm beginnt bei Männern mit dem 45. Lebensjahr. Zumeist vergrößert sich die Prostata ab dem 40. Lebensjahr, was sowohl harmlose als auch weniger harmlose Folgen mit sich bringen kann. Vor allem sollen Prostata- und Darmkrebs mit der Krebsfrüherkennung ausgeschlossen werden. Durch die Krebsfrüherkennung-Untersuchungen beim Urologen soll eine Krebserkrankung frühzeitig erkannt werden, noch bevor sich die ersten Symptome zeigen. Dadurch werden die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung und Heilung erhöht. Doch selbst die aufwendigsten Untersuchungen können eine Krebserkrankung niemals völlig ausschließen. Auf der anderen Seite werden jedoch eine Vielzahl von Tumoren frühzeitig erkannt, die ansonsten erst im fortgeschrittenen Stadium aufgefallen wären. Fachkundige Ärzte, wie Urologen helfen dabei, Darm- und Prostataerkrankungen vorzubeugen, zu heilen oder zu lindern.

Die Häufigkeit von Krebs weltweit

Nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts in Berlin liegen die altersstandarisierten Inzidenzraten für Deutschland für Frauen und Männer etwas über den Durchschnitt der EU. In Belgien ergeben sich höhere Inzidenzraten und am niedrigsten fallen diese in Griechenland aus. Weltweit erkrankten im Jahr 2000 mehr als 10 Millionen Menschen neu an Krebs, während mehr als 22 Millionen mit Krebs lebten und 6,2 Millionen an Krebs verstarben. Weltweit ist der Lungenkrebs die häufigste Krebstodesursache, wobei die Männer daran häufiger erkrankten als Frauen. Prostata- und Darmkrebs sowie Brustkrebs treten in den reicheren Ländern häufiger auf, als in den Ärmeren. Dagegen erkranken die Menschen in den ärmeren Ländern häufiger an bösartigen Tumoren des Magens, des Gebärmutterhalses und der Leber. Die Ursache sind oft Infektionen. Die besten Heilungschancen bestehen, wenn die Krebserkrankung frühzeitig erkannt wird.

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