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Moderne Gerätemedizin: Medizintechnik macht die Menschen gesünder

Gerätemedizin, © jenshagen - Fotolia.com

Sowohl in der diagnostischen, wie auch der klinischen und therapeutischen Medizin spielt die Technik eine immer wichtigere Rolle. Medizinische Systeme dienen dem Menschen auf vielfältige Weise, um die Gesundheit zu erhalten oder wieder zu erlangen. Moderne Medizin macht die Menschen gesünder.

Röntgen & Co – Diagnostik

Die nukleare Medizin hat Quantensprünge gemacht, seit Wilhelm Conrad Röntgen im Jahr 1895 die nach ihm benannten Strahlen entdeckte. Aber auch Wissenschaftler wie Antoine Henri Becquerel, Marie und Pierre Currie hatten großen Anteil an der Entdeckung und Entwicklung der Röntgentechnik. Die konventionelle Röntgenmethode war allerdings mit einer enormen Strahlenbelastung verbunden. Erst in den letzten Jahrzehnten wurden Systeme entwickelt, die den Körper des Patienten mit immer weniger Strahlen belasteten. Röntgenbilder werden auch nicht mehr auf Filmen entwickelt, sondern als digitale Bilder direkt auf dem Computer dargestellt. Diese Röntgentechnik nennt man deshalb auch Computertomographie. Sie wird vorwiegend zur Darstellung des menschlichen Skeletts eingesetzt, aber auch bei der Mammographie.

Im Jahr 1973 entwickelten Peter Mansfield und Paul C. Lauterbur gemeinsam die Magnetresonanztomographie. Mit dieser revolutionären Methode können Organe bildhaft und in Abschnitten dargestellt werden. Dazu nutzt man elektromagnetische Wechselfelder in Frequenzen der Radiowellen. Ein anderer Ausdruck für Magnetresonanztherapie ist das geläufigere Wort Kernspintomographie.

Der Physiker Alexander Behm patentierte 1913 das Echolot, das zunächst dazu diente, dass Schiffe die Meerestiefe und somit eventuelle Gefahren ausloten konnten. Seit 1957 wird der Ultraschall, also das Echolot, speziell zur Untersuchung des ungeborenen Kindes genutzt. Waren es früher verschwommene Schwarz-Weiß Bilder, so liefern die modernen Geräte unserer Zeit hochauflösende digitale Bilder mit Doppler-Technik. Auch zu Untersuchungen im ganzen Magen-Darmbereich eignet sich der Ultraschall hervorragend.

High-Tech im Operationssaal – Klinik

Die Chirurgen von heute entwickeln sich immer mehr von Handwerkern zu hochspezialisierten Technikern. Multifunktionale endoskopische Geräte ersetzen konventionelle Operationstechniken. An Monitoren können mehrere Chirurgen gleichzeitig tätig werden. Das verkürzt die Länge und Tiefe der notwendigen Narkosen und erspart großflächige Operationswunden. Diese Art zu operieren nennt man minimal-invasive Chirurgie. Sie erlaubt auch Eingriffe, die früher nicht durchzuführen waren oder sehr große Risiken bargen. Dazu zählen beispielsweise Operationen am Gehirn oder Rückenmark.

Zusätzlich können mit modernen Geräten Vitalfunktionen wie die Herzfrequenz, der Blutdruck und die Atmung bequem an Monitoren überwacht und gesteuert werden. Auch werdende Mütter und ihre ungeborenen Kinder profitieren von den neuen Techniken, denn sogar kranke Föten werden im Mutterleib mit winzigen Instrumenten operiert.

Selbst so große Eingriffe wie Hüftoperationen oder Wirbelersatz werden zunehmend mit diesen schonenden Techniken durchgeführt. Insbesondere auch ältere Menschen, bei denen Wunden viel langsamer und schlechter heilen, profitieren von den enormen Fortschritten in der modernen Gerätemedizin.

Medizinische Massageliegen – Therapie

Vor einigen Jahren noch erinnerten medizinische Massageliegen vom Geräuschpegel her eher an Traktoren als an medizinische Apparate. Ähnlich holprig wie die Fahrt auf einem Traktor war dann auch die Massage selbst. Rollen glitten über den Rücken, ohne Rücksicht darauf, was sich da gerade an Muskeln, Sehnen, Gelenken und Wirbel im Weg befand. Es wurde durchgewalkt, was das Zeug hielt. Der therapeutische Nutzen war äußerst fraglich oder schlichtweg gar nicht vorhanden. Bei einzelnen Geräten musste man sogar befürchten, eher Schmerzen zu bekommen, als solche zu bekämpfen. Diese Zeiten sind für immer vorbei.

Die medizinischen Massageliegen von heute sind höchst wirksame technische Meisterleistungen. Gezielt und effektiv massieren sie nicht nur punktgenau den schmerzenden Rücken, sondern können noch viel mehr. Sie regen nachhaltig die Durchblutung an und lockern verkrampfte Muskelpartien. So werden Verspannungen gelöst und Schmerzen gelindert.

Rückenschmerzen wirken sich meist auch aufs Nervenkostüm und die seelische Verfassung aus. Wer Schmerzen hat und sich nicht mehr richtig bewegen kann, leidet rundum. Auch hier kann eine sanfte Massage Wunder wirken. Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und eine einzige Massage verhilft noch nicht zu einem gesünderen, entspannteren Rücken und einem stabileren Nervenkostüm. Bei regelmäßigen Anwendungen allerdings lassen sich spürbare Erfolge erzielen, sowohl physisch, wie auch seelisch.

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