Spermien 660x330 - Potenzmittel: Die medikamentöse Therapie für Erektionsstörungen

Potenzmittel: Die medikamentöse Therapie für Erektionsstörungen

Fällt das Gespräch auf die Therapie von Erektionsstörungen, dann fällt der erste Gedanke auf die sogenannten „Potenzpillen“. In der Regel hilft das Ausstellen eines Rezeptes nicht zur Heilung und zudem verhelfen diese bei weitem nicht jeden Mann zu einer Erektion.

Männer die unter Erektionsproblemen leiden, sind der Pharmaindustrie dankbar. Denn mit Hilfe der seit bereits seit 1998 bzw. 2002 erhältlichen Potenzpillen Viagra und Levitra & Cialis können diese wieder ein erfülltes Sexleben genießen. Was die Wirkung der jeweils verwendeten Wirkstoffe Sildenafil (Viagra), Vardenafil (Levitra) und Tadalfil (Cialis) angeht, so sind diese ganz ähnlich. Jeder einzelne dieser Wirkstoffe sorgt dafuer, dass sich die Gefäße im Penis erweitern, mit der Folge, dass der Blutzufluss in den Schwellkörpern verstärkt wird. Zudem kommt es zu einer Blockade des Enzyms Phosphodieesterase 5 (PDE 5), da dieses ansonsten die vorhandene Erektion wieder abbauen würde. Aus diesem Grund werden die Wirkstoffe in den Potenzpillen auch als PDE-5-Blocker oder -Hemmer bezeichnet. Auch die Bezeichnung PDE-5-Inhibitoren ist geläufig.

Die große Auswahl an Potenzmitteln – doch welche helfen?

Männer die Potenzmittel benötigen, die stehen heute vor einer großen Auswahl. Doch welche dieser Mittel(chen) helfen tatsächlich? Niemand möchte auf einen Betrug reinfallen und daher ist es ratsam, sich vorab genau zu informieren. Denn Wissen ist Macht, denn es gibt noch immer unseriöse Angebote. Im besten Fall sind diese Präparate wirkungslos, doch im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich. Wer einmal mitbekommt, wie solche Mittel in verdreckten Räumen und Fabrikhallen produziert werden, der will niemals wieder ein solches Präparat einnehmen.

Kommt man(n) nicht darum herum, ein Potenzmittel zu kaufen, dann ist es zumeist nur dann möglich, wenn er ein Rezept besitzt. Das ist zum Teil richtig, denn es gibt ebenfalls Präparate, bei denen zugegriffen werden kann, ohne ein Rezept. Doch dabei sollte sich niemand abzocken lassen.

Viagra, Levitra, Cialis & Co. – nur auf Rezept

Schon allein der Name zeigt Wirkung: Viagra. Es gab einen großen Wirbel, als die Potenzpille kurz vor der Jahrtausendwende auf den Markt kam. Weltweit griffen Millionen, wenn nicht sogar Milliarden Männer zu. Mit der Einführung der „Blauen Pille“ begann ebenfalls eine neue Ära der Sexualmedizin. Viele wissenschaftliche Studien kamen zu dem Ergebnis, dass man in puncto Männergesundheit bereits seht weit fortgeschritten sei. Dem Hersteller Pfizer hat die berühmte blaue Pille ebenfalls große Freude beschert, denn dieser verbuchte Milliardengeschäfte. Im Jahr 2013 lieft der Patentschutz in Deutschland ab und es entbrannte ein Preiskampf um den rezeptpflichtigen Wirkstoff Sildenafil.

Ursprünglich kostete eine Viagra Tablette (50 mg) 10,30 Euro, während die Nachahmerprodukte zu unterschiedlichen Preisen angeboten wurden. Die sogenannten Generika sind deutlich preiswerter als das Original, da die Hersteller keine Entwicklungskosten einkalkulieren müssen. So ist bspw. das Generikum Sildenafil wie Viagra in der Originaldosierung 25mg, 50mg und 100mg verfügbar. Allerdings nur auf Rezept.

Die rezeptfreie Alternative „Kamagra“

Ein weiteres Generikum, das sich auf dem Markt etabliert ist, ist Kamagra. Wobei es sich hier laut dem Hersteller nur um einen Namen handelt, da es sich im Prinzip um das gleiche Medikament wie Viagra handelt. Auch hier ist der Hauptwirkstoff Sildenafil und die Zusammensetzung entspricht dem Original 1:1. Ein Unterschied zu dem Original ist, dass dieses Präparat in unterschiedlichen Varianten und Dosierungen erhältlich ist, wie bspw. Oral Jellys, Soft Tabs und Brausetabletten. Damit kann sogar derjenige, der Probleme damit hat, Tabletten zu schlucken, seine Impotenz behandeln.

Die Wirkung des Präparates tritt schnell ein – zwischen 15 und 30 Minute nach Einnahme – und sorgt für einen gesteigerten Blutfluss im Penis. Das einzige was notwendig ist, damit die Wirkung einsetzt: Eine sexuelle Erregung. Kamagra wurde wie auch alle anderen PDE-5-Hemmer speziell zur Behandlung erektiler Dysfunktion entwickelt. Die Einnahme selbst ist einfach und ist mit sehr geringen Risiken und Nebenwirkungen verbunden.

Das Alter spielt dabei keine Rolle. Männer im Alter zwischen 18 und 64 Jahren können das Präparat problemlos einnehmen. Jedoch sollte vor der Einnahme der Arzt konsultiert werden, sofern Krankheiten vorliegen oder Medikamente regelmäßig eingenommen werden.

Was führt zur erektilen Dysfunktion?

Es gibt viele Dinge, die zu einer erektilen Dysfunktion – Potenzstörung – führen. Dazu zählen bspw.:

  • Übergewicht
  • Rauchen, Alkohol, Drogen
  • Depressionen und zu viel Stress
  • Ungesunde Ernährung
  • Unausgeglichener Hormonhaushalt

Derartige Krankheiten müssen von einem Arzt behandelt werden, aber die aktuellen Potenzmittel wie Kamagra, Sildenafil, Dapoxetine und andere können als Unterstützung wirken, da sie die erektile Dysfunktion beseitigen. Zu beachten ist, dass einige Medikamente mit der Einnahme von Potenzmitteln wie Kamagra Wechselwirkungen auslösen und nicht mit dem Präparat kombiniert werden dürfen:

  • Amphetamine
  • Antidepressiva
  • Betablocker und andere Hemmer
  • Nitrathaltige Arzneistoffe
  • Medikamente gegen HIV

Zudem gilt: Zudem des Guten kann böse Folgen mit sich bringen. So zeigt der Fall eines Mannes, der das 10-fache der maximalen empfohlenen Tagesdosis des Wirkstoffs Sildenafil einnahm. Er entwickelte nach der Einnahme eine Nachtblindheit und seine Augen reagierten übermäßig empfindlich auf Lichteinfall. Zudem bekam er ringförmige Gesichtsfeldausfälle, die über Monate anhielten. Der Augenarzt diagnostizierte schließlich eine Schädigung der Netzhautzellen (Retinazellen) und da es noch keine Therapie gibt, muss der Patient mit seinen optischen Problemen klar kommen.

Dieser Fall zeigt, dass niemals die optimale Tagesdosis von Potenzmitteln überschritten werden sollte. Und das die Präparate wie Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil und Co. nicht bei fragwürdigen Anbietern bestellt werden sollten, das versteht sich von selbst.

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