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Rückenschmerzen: Therapien mit Wasser und Wärme

Rückenschmerzen – das ist ein Oberbegriff, hinter dem sich viele verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparats verbergen können. Die menschliche Wirbelsäule ist ein komplexes Gebilde und hat im Laufe des Lebens große Aufgaben zu bewältigen. Sie muss auch viel aushalten können an Gewicht, Belastung und Bewegung. Dazu wird sie oft genug nicht ausreichend mit wichtigen Mineralien und Flüssigkeit versorgt. Ungesunde Matratzen, schlechte Bürostühle und die falsche Haltung beim Gehen, Stehen und vor allem beim Sitzen schaden ihr nachhaltig. Aber das alles schädigt nicht nur die Wirbelsäule alleine. Muskeln und Sehnen leiden, und der Mensch leidet oft an chronischen Schmerzzuständen. Wenn keine schweren Erkrankungen dagegen sprechen und der Arzt es erlaubt, können chronische Rückenschmerzen mit Wärme behandelt werden. Grundsätzlich gilt: Wärme hilft bei chronischen und degenerativen Erkrankungen, Kälte eventuell bei akuten Entzündungen.

Eine erfolgversprechende Therapie von chronischen Bewegungsschmerzen ist eine Kur in einem Radonstollen. Diese Art der Behandlung erbringt nachweisliche Erfolge bei Arthrose, rheumatischen Erkrankungen und allen Arten von Rückenschmerzen. Das Edelgas Radon wird mittlerweile auch bei Wannenbädern und bei Trinkkuren angewandt.

Die wohltuende Wirkung des Mineralschlamms Fango war schon zu Zeiten der alten Römer bekannt. Bäder mit diesem Schlamm werden bei medizinischer Indikation vom Kurarzt verordnet. Aber auch daheim als Zusatz im warmen Badewasser kann man fertige Präparate aus Fango nutzen.

Die gemeine Rosskastanie ist nicht nur ein beliebtes Spielzeug für Kinder, sondern ihre Inhaltsstoffe sind hochwirksam bei aller Art von Beschwerden der Gelenke und Muskeln. Aber auch Badezusätze mit Fichtennadelöl, Wacholderöl oder dem Terpentinöl der Kiefer lindern Schmerzattacken zuverlässig. Allerdings ist hier zu beachten, dass nicht jede Haut diese Stoffe verträgt. Es gibt Menschen, die allergisch auf das eine oder andere ätherische Öl reagieren.

Meersalz aus dem Toten Meer ist ein universelles Heilmittel. Meist wird es zur Linderung von Hautbeschwerden eingesetzt, aber auch bei Rückenschmerzen steigert ein warmes bis heißes Salzwasserbad das Wohlbefinden. Diese Anwendung löst Verspannungen und hinterlässt als willkommenen Nebeneffekt eine weiche, reine Haut.

Viele fertige medizinische Badezusätze enthalten Salicylsäure, dieser Wirkstoff wird über die Haut aufgenommen und lindert zusätzlich Schmerzen.

Das Badewasser sollte grundsätzlich eine Temperatur zwischen 35 und 38 Grad haben und das medizinische Bad nicht länger als 15 bis 20 Minuten dauern. Am effektivsten ist diese Art der Therapie, wenn man danach mindestens eine halbe Stunde gut zugedeckt ruht. Vor einer Selbstbehandlung mit medizinischen Teil- und Vollbädern sollte der Arzt um Rat gefragt werden, da diese für Herz und Kreislauf eine Belastung sein können.

Wer nicht baden kann oder darf, die gute alte Bettflasche hat bei Rückenschmerzen schon immer geholfen.

Heizkissen sind wegen der Verbrennungsgefahr eine umstrittene Sache, werden aber als angenehm empfunden.

Bei ihrer Benutzung sollte man aber grundsätzlich die nötige Vorsicht walten lassen.

Bewegung im Wasser ist enorm wichtig, um Rückenschmerzen auf Dauer die Stirn zu bieten. Jedoch ist kaltes oder zu kühles Wasser nicht dazu angetan, das Wohlbefinden bei dieser Art von Schmerzen zu steigern. Im Gegenteil, Kälte kann chronische Schmerzen verstärken und die sowieso schon verkrampfte Muskulatur zusätzlich verhärten. Wer ins Schwimmbad gehen möchte, sollte den üblichen Warmbadetag wählen. Rückenschwimmen in Wärme und Wasser hilft bei Rückenschmerzen am Besten, ein Hohlkreuz ist zu vermeiden. Das Kraulen und der Butterflystil sind für das therapeutische Schwimmen nicht geeignet. Diese Disziplinen muss man gut beherrschen, um seinem Rücken durch falsche Bewegungsabläufe nicht noch zusätzlichen Schaden zuzufügen.

Auch das Springen vom 3-Meterbrett ist der Gesundung nicht zuträglich. Man sollte grundsätzlich alles vermeiden, was mit hektischen und abrupten Bewegungen zu tun hat. Mit Gewalt kann man nicht heilen, und nur langsames, bedachtes Schwimmen bringt Linderung und erzielt auf Dauer positive Wirkung.

Wärme, und damit Schmerzstillung, erzeugen auch die verschiedensten Heilsalben und Pflaster. Hier helfen wieder die Extrakte der gleichen Pflanzen, die auch bei Badekuren erfolgreich eingesetzt werden. Aber auch diese Cremes und Pflaster können allergische Reaktionen hervorrufen.

Es gibt so viele Möglichkeiten, Rückenschmerzen aktiv und zugleich sanft zu bekämpfen. Und – Den Kopf immer hoch, auch das wird der Rücken danken.

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