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Was tun gegen eine Kehlkopfentzündung?

Beim Kehlkopf handelt es sich um einen Mechanismus, durch den die Luftröhre von der Speiseröhre getrennt wird. Von ihm wird beim schlucken verhindert, dass der Speisebrei oder Speichel in die unteren Atemwege gelangt und zudem ist er als Sitz der Stimmbänder maßgeblich an der Stimmgebung beteiligt. Das Gerüst des Kehlkopfs besteht aus Knorpeln, Muskeln und Bändern. Von außen ist am hals der Vorsprung des Schildknorpels – der Adamsapfel – zu erkennen.

Wenn der Kehlkopf entzündet ist

Bei einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis) sind die Schleimhäute des Kehlkopfes entzündet und angeschwollen. Kommt es zu einer solchen Entzündung, dann können davon die unterschiedlichen Kehlkopf-Etagen betroffen sein, wobei die Entzündung akut oder chronisch verlaufen kann. Als Ursache einer solchen Entzündung kommen bspw. infrage:

  • Krankheitserreger
  • Überlastung der Stimme
  • Schadstoffe aus der Umgebung
  • Allergische Reaktionen

Normalerweise heilt eine akute Kehlkopfentzündung innerhalb weniger Tage folgenlos ab. Jedoch bilden sich in seltenen Fällen auch lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Atemnot, da der Kehlkopf den Eingang zur Luftröhre bildet und ein Schwellung die Luftzufuhr beeinträchtigen kann. Kommt es zu einem solchen Fall, dann wird die Erkrankung im Krankenhaus behandelt. Meist muss zur Abschwellung der Schleimhaut das entzündungshemmende Mittel Kortison verabreicht werden. Eine akute Laryngitis hingegen, die zumeist die Folge einer Viruserkrankung ist, lässt sich in der Regel mit einfachen Mitteln wie Stimmschonung, Dampfinhalationen sowie schleimlösenden und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden. Kommt es zu einer bakteriellen Begleiterkrankung, dann wird zusätzlich vom Arzt ein Antibiotikum verordnet.

Mögliche Symptome für eine Kehlkopfentzündung sind:

  • Heiserkeit
  • Räusperzwang
  • Halsschmerzen
  • Trockener, teilweise bellender Husten

Hin und wieder ist auch die Stimme komplett weg.

Was tun bei einer akuten Laryngitis?

Wer an einer akuten Laryngitis erkrankt ist, der muss zuerst einmal seine Stimme schonen. Zudem helfen auch Hausmittel wie warmer Kamillen-, Salbei- oder Ingwertee. Durch Dampfinhalationen mit Kamille und Inhalationen mit einer Salzlösung über einen mechanischen verneble werden die Schleimhäute befeuchtet und diese schwellen ab. Auch Lutschpastillen mit Hyaluronsäure, Emser Salz, isländischen Moss oder Primelextrakt regenerieren die Rachenschleimhaut. Damit wird verhindert, dass von hier keine weiteren Erreger absteigen können.

Bei plötzlich einsetzenden Symptomen wie Fieber, tonlose Stimme und Atembeschwerden empfiehlt sich die Homöopathie mit Anconitum. Kommt es zu Heiserkeit, Räusperzwang undtrockenem Reizhusten ist Ammonium bromatum ratsam.

In der Regel heilt eine Kehlkopfentzündung innerhalb von wenigen Tagen bei konsequenter Schonung und Pflege ab. Hilfreich ist eine Krankschreibung und den Kehlkopf durch eine konsequente Sprechpause wirklich zu entlasten. Sollten die Beschwerden länger als 14 Tage andauern, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Pseudo-Krupp – der nächtliche Schrecken für Eltern und Kind

Pseudo-Krupp ist eine Entzündung der unteren Kehlkopf-Ebene. Durch die Beschreibung wird verdeutlicht, dass es sich hier nicht um einen echten Krupp handelt, der im Zuge einer Diphterie-Infektion auftreten kann. Vor allem bei Kleinkindern tritt Pseudo-Krupp auf und kann durch Viren, seltener durch Bakterien, sowie allergischen Reaktionen und Verschmutzte Luft ausgelöst werden. Plötzlich leidet das Kind unter einem auftretenden bellenden Husten, Fieber und Atemnot. Diese Anfälle ereignen sich oft am Abend oder in der Nacht während der Herbst- und Wintermonate. Die Atmung klingt pfeifend, das Kind ist nicht in der Lage ordentlich zu atmen, ist unruhig, hat Angst und Herzrasen.

Als erstes oberstes Gebot gilt für Eltern bei einem Pseudo-Krupp-Anfall, Ruhe bewahren und das Kind beruhigen. Je nach Ausmaß des Anfalls werden die weiteren Maßnahmen vorgenommen. Handelt es sich um leichte Atembeschwerden, dann ist es ausreichend sich mit dem Kind an ein offenes Fenster zu setzen oder ins Bad, wo man die Dusche laufen lässt. Die feuchte Luft lässt die Schleimhäute abschwellen – aber auch kleine Schlucke von zimmertemperierten Wasser wirkt kühlend.

Kommt es zu einem schweren Anfall, dann muss der kleine Patient medikamentös behandelt werden. In diesem Fall rufen die Eltern am besten den Notarzt, der Prednisolon zur Schleimhautabschwellung verabreicht und die Atmung überwacht.

Die Eltern sollten nach einem ersten Pseudo-Krupp-Anfall das Kind dem Kinderarzt vorstellen. Dieser verschreibt in der Regel Prednisolon-Zäpfchen, die von den Eltern beim nächsten Anfall selbst verabreicht werden können. Zudem empfiehlt die Homöopathie für Kinder mit Krupp-Symptom die Einzelmittel Spongia und Hepar sulfuris.

Grundsätzlich sollte für eine feuchte und rauchfreie Raumluft gesorgt werden und in der Nacht ist es besser, die Heizung herunterzuschalten. Nicht geeignet sind Erkältungssalben und ätherische Öle für Kinder mit der Neigung zu Pseudo-Krupp.

Einer Kehlkopfentzündung vorbeugen

Eine akute Kehlkopfentzündung wird häufig durch Erkältungskrankheiten hervorgerufen. Um einer Erkältung vorzubeugen, sollte – vor allem im Winter – grosser Wert auf Hygiene gelegt werden. Beispielsweise ist es hilfreich, sich die Hände zu waschen, nachdem man sich in Bus oder Bahn an den Haltegriffen festgehalten oder man jemanden die Hand geschüttelt hat. Zudem sollte man möglichst, um einer chronischen Kehlkopfentzündung vorzubeugen:

  • Keine Schadstoffe einatmen
  • Nicht rauchen und nicht zu viel Alkohol konsumieren
  • Pfleglich mit seiner Stimme umgehen

Wird die Stimme dauerhaft belastet, bspw. als Lehrer, dann sollte auf die richtige Stimmtechnik geachtet werden. Hier kann ein Logopäde hilfreich sein.

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