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Was tun, wenn der Kinderwunsch sich nicht erfüllt?

Ein Paar, da sich ein Kind wünscht, ist voller Vorfreude auf den Nachwuchs. Aber was ist, wenn der Kinderwunsch sich nicht erfüllt? Die Frau nicht schwanger wird? In dem Moment beginnt eine Zeit, die angefüllt ist mit Ängsten und Zweifeln.

Woran liegt es, dass „sie“ nicht schwanger wird?

Viele Paare belastet der unerfüllte Kinderwunsch. Es ist nachzuvollziehen, dass Paare nach mehreren Übungszyklen mit negativen Schwangerschaftstests etwas nervös werden und sich fragen, was gegen die anscheinende Unfruchtbarkeit zu tun ist. Familie und Freunde haben schon tausende Male erklärt, dass „es nicht immer sofort klappt“ , das dies kein Grund ist „sofort in Panik zu verfallen“ oder das es „nach Absetzen der Pille seine Zeit braucht“.

Doch diese Bemerkungen, wie „seid einfach locker“ sind nicht nur nervig, sondern wenig hilfreich, denn sie wecken zudem Schuldgefühle. Es ist eine Zeit, die wirklich zum Davonlaufen ist.

Damit sind die gutgemeinten Ratschläge aus dem Umkreis nicht gerade hilfreich, wenn Schwierigkeiten bestehen, „endlich“ schwanger zu werden. Das der unerfüllte Kinderwunsch besteht, dafür können verschiedene Ursachen in Frage kommen:

  • Zyklusstörungen
  • eine unbemerkte Infektion
  • ein veränderter Hormonspiegel
  • eine Einnistungsstörung
  • eine unzureichende Spermienqualität
  • und viele andere.

Besser ist es, dem unerfüllten Kinderwunsch auf den Grund zu gehen und sich beraten zu lassen um so Informationen über die verschiedenen Störungen zu erhalten. Zudem ist es möglich, mit dem Arzt die medizinischen Möglichkeiten zu besprechen, um eine mögliche Unfruchtbarkeit zu behandeln, wie beispielsweise eine Behandlung in einer Fertilitätsklinik.

Die künstliche Befruchtung – wenn der Kinderwunsch immer größer wird

Erfüllt sich der Kinderwunsch nicht auf natürliche Weise und auch die Medizin kann die mögliche Unfruchtbarkeit nicht behandeln, dann ist es möglich auf die Methoden der Reproduktionsmedizin zu setzen.

In der modernen Reproduktionsmedizin gibt es verschiedene Techniken, die jeweils auf die individuelle gesundheitliche Situation des Paares abgestimmt werden. Es gibt in Deutschland allerdings juristische Grundlagen, die das Paar erfüllen muss:

  • das Paar muss verheiratet sein
  • es dürfen keine fremden Eizellen oder Samenzellen verwendet werden
  • die Partner sind beide mindestens 25 Jahre alt (Höchstalter: Frau 40 Jahre / Mann 50)
  • beide Partner weisen einen negativen AIDS-Test auf
  • die Frau verfügt über einen Rötelschutz
  • der behandelnde Arzt legt einen genehmigungspflichtigen Behandlungsplan vor

Viele Paare nehmen allerdings nicht die Hilfe einer deutschen Fertilitätsklinik in Anspruch, sondern sie reisen ins Ausland.

Der „Befruchtungstourismus“ boomt

Ob Polen, Tschechien, Spanien, Niederland oder in Österreich – der „Befruchtungstourismus“ boomt. Jährlich reisen tausende Paare ins Ausland, um sich dort einer künstlichen Befruchtung zu unterziehen.

Schätzungen zu Folge sind weltweit rund 48,5 Millionen Paare ungewollt kinderlos. Die Nachricht, auf natürlichen Wege nicht in der Lage zu sein, ein Baby zu bekommen, kann bei den betroffenen Paaren in eine existenzielle Lebenskrise führen. Daher setzen Wunscheltern immer häufiger ihre Hoffnungen auf die Methoden der Reproduktionsmedizin. Im Jahr 2015 sind nach Angabe des Deutschen IVF Registers rund 58.000 Frauen behandelt worden und 2,5 % der Lebendgeborenen Kinder im Jahr 2014 kam aufgrund einer künstlichen Befruchtung zur Welt.

Die Frage, die sich stellt, ist, warum immer mehr Paare mit einem Kinderwunsch durch eine künstliche Befruchtung im Ausland erfüllen. Was gibt es dort, was es in Deutschland nicht gibt?

Die Antwort ist einfach: Zumeist nutzen die betroffenen Paare die Behandlung im Ausland, da sie auf die wenigen Behandlungen angewiesen sind, die durch das deutsche Embryonengesetz verboten sind: Eizellspende oder Embryonenspende. Dies sind die Klassiker. Es kann jedoch auch sein, dass die Paare in einer homosexuellen Beziehung leben oder eine alleinstehende Frau den Wunsch hat, durch eine Samenspende im Ausland unkompliziert Mutter zu werden.

Das Problem dabei ist, dass die betroffenen Paare bei dieser schwierigen Entscheidung, an wen sie sich letztendlich wenden können, sich selbst überlassen. Besonders beim empfindlichen Thema Eizellspende dürfen beispielsweise die Kinderwunschkliniken in Deutschland keine Beratung anbieten. Ebenso dürfen sie die Patienten nicht an die Kollegen im Ausland vermitteln.

Die Auswahl der Klinik im Ausland

Wichtig bei der Auswahl der Klinik für eine künstliche Befruchtung im Ausland ist, dass möglichst rational an die Sache herangegangen wird. Während dieser Zeit sollten die Gefühle heruntergefahren und der Verstand hochgefahren werden.

Denn die Paare hatten bereits schwere Enttäuschungen hinzunehmen und mussten bittere Erfahrungen hinnehmen. Durch diese sind die Betroffenen auf dem Weg zum Wunschkind zutiefst verunsichert. Aber dennoch sitzen die Paare selbst am Steuer, was das Schicksal angeht. Die Auswahl einer Klinik sollte rational angegangen werden, das heißt es sollte alles hinterfragt werden, was einem in den Sinn kommt und zudem sollten die Paare offen und ehrlich über ihre Bedürfnisse und Wünsche sprechen.

Paare die sich im Ausland den Kinderwunsch erfüllen wollen, erkennen einen guten Anbieter daran, dass dieser auf sie als Person und die vorliegende Situation eingeht und nicht nur daran interessiert ist, Geld zu verdienen. Des Weiteren ist eine neutrale Beratung wichtig, damit das Paar letztendlich seine eigene Entscheidung treffen kann.

Sollte es dann doch nicht klappen mit dem Kinderwunsch, dann gibt es noch eine Plan B – für ein erfülltes Leben ohne Kind.

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